Die Magie des Moments! Worauf es beim Zusammenspielen ankommt…

Warum klingt Deine Lieblingsband eigentlich so gut? Oder wie kommt es, das bestimmte Orchester besser zusammen klingen als andere?  Natürlich spielen individuelle Fähigkeiten der Mitglieder, ein exzellentes Tonstudio oder eine professionelle Live-Verstärkung eine Rolle. Aber mitunter noch viel wichtiger ist,  wie eine Gruppe zusammenspielt! Deswegen möchte ich Dir ein paar wichtige Grundprinzipien für gutes Zusammenspiel aufzeigen.

Lebendige Musik entsteht oft wirklich erst im Zusammenspiel. Manche Musiker meinen sogar, dass sie im übertragenen Sinne selbst mit dem Publikum zusammen spielen! Alles Magie? Nun, hier ist die gute Nachricht: Richtig super zusammenzuspielen ist keine Zauberei. Wichtige Dinge, die beim Musik machen mit anderen für Dich nützlich sein können, sind die folgenden.

 

Kenne den Sound der Musikgruppe

In einer Gruppe von Musikern, von Band bis Orchester, trägt jedes Mitglied seinen speziellen Part zum Gesamtklang bei. Erst im Zusammenspielen weben sich die einzelnen Stimmen der Instrumente zu einem gemeinsamen Klangteppich. Für Dich bedeutet dass zu verstehen, wie alle Instrumente zusammenpassen und so den einzigartigen Klang ausmachen. Für Orchester oder Big Band: Höre Dir zum Beispiel Aufnahmen an der Stücke vorher an. Spiel oder lies Deinen Part mit der Aufnahme mit. Und wichtig: Höre die Aufnahme ein paar Male hintereinander an. So bekommst Du ein Klangbild davon, wie das gesamte Stück im Endeffekt klingen soll. Wenn Du von Deiner Band zum Beispiel keine Aufnahme hast: Lass einfach ein Audio-Memo bei der nächsten Bandprobe mitlaufen. Dann bekommst Du zumindest eine grobe Idee vom Klang der Band und der Stücke. 

 

Kenne Deine eigen Rolle in der Gruppe

Welche Rolle spielt Dein Instrument für den Sound einer Band? Was trägst Du zum Rhythmus bei Rhythmus? Führst du eher an oder hast du eine begleitende Funktion? Ändert sich deine Aufgabe im Verlauf des Stücks? Diese Fragen solltest Du beantworten können. Stelle sicher, dass du deinen Part gut spielen kannst. Typische Rollen sind zum Beispiel: Rhytmus-Gitarrie, Lead-Gitarre, Klavierbegleitung, Gesangs-solist, Rhytmusgruppe (Schlagzeug und Bass), aber er gibt viele weiter Rollen in Ensembles. 

 

Kenne die Funktionen Deiner Mitspieler gut

Wenn Du das verstanden hast, solltest Du die Funktionen der anderen Mitspieler kennen. Sei dir bewusst, welche musikalischen Rollen die Instrumente deine Musikerkollegen in der Gruppe haben. Du solltest wissen auf wen du dich verlassen kannst, wenn es um  den Rhythmus und die Harmonie geht. Vergiss nicht, dass sich die anderen auch auf dich verlassen müssen. 

 

 

Lerne, zwischen Solospiel und Begleitung von anderen zu wechseln

Häufige Funktionen in einem Ensemble, einer Band aber auch in einem Orchester sind Solisten (zum Beispiel  Sänger) und Begleiter (zum Beispiel Gitarristen oder Pianisten). Begleiter zu sein heisst nicht, die zweite Rolle zu spielen. Ganz im Gegenteil: Als Begleiter hast Du die wichtige Aufgabe dass ein Solist gut klingt! Du trägst einen wichtigen Teil dazu bei, wie gut Ihr als Ensemble rüberkommt. Höre also genau auf den Solisten sowie den Gesamtklang der Gruppe und passe Deine Stimme so an, dass sie den Solisten optimal unterstützt.

Und wenn Du einen Solopart zu spielen hast: Höre zu und achte darauf, dass sich die anderen mit ihren Instrumente einbringen können. Oft ist ähnelt Solopart einer guten Unterhaltung. Jemand sagt etwas, dann lässt er eine Pause und hört den anderen Teilnehmern zu. So ähnelt Musik mit Solisten und Begleitern auch oft einer Unterhaltung .

 

Höre zu und sei flexibel.

Achte auf alles, was musikalisch passiert. Spielst Du zum Beispiel in einer Band, dann achte darauf, wiedeine Bandkollegen Rhythmus und Harmonie spielen und bringe Dich bewusst mit ein. Gerade in Musikstilen die mehr Gestaltungsfreiheit lassen (im Gegensatz zu durchkomponierter Musik) ist gutes Zuhören extrem wichtig.  Manche musikalische Abläufe ändern sich, und da musst du schnell reagieren können. Aber auch durchkomponierte Musik wird erst durch Deine Interpretation lebendig. Achte auch hier mit großer Konzentration auf den Gesamtklang der Gruppe.

 

Achte auf ‘Blending’ und sorge für ein Gleichgewicht zwischen den Instrumenten.

Man sollte dein Instrument heraushören, aber ohne, dass es die anderen stört. Eine gute Strategie ist es, herauszufinden, welches Instrument am leisesten ist und die Lautstärke deines Instruments daran anzupassen. Wichtig übrigens oft auch, Augenkontakt mit Deinen Mitmusikern aufzunehmen. Du kannst hier signalisieren: “Hörst Du mich?” Oder: “Ich höre Dich” oder besser “Ich höre und ich verstehe Dich!”

Respektiere die Musik

Alles oben Genannte soll dabei helfen, dass sich der Klang Deiner Gruppe verbessert. Manchmal muss man einen Kompromiss zwischen dem, was du musikalisch ausdrücken möchtest und dem finden, wonach verlangt wird. Die wichtigste Frage sollte daher immer sein: „Was ist besser für die Musik?“

 

Respektiere deine Mitmusiker

Du kannst immer etwas von den anderen Musikern lernen, deshalb solltest du bescheiden und aufmerksam sein – nimm Ratschläge an! Kritisiere deine Bandkollegen nicht ohne Grund. Versuche sie immer zu motivieren besser zu spielen, indem du selber ebenfalls besser spielst.  Erfolgreiche und berühmteste Musiker sind zum Teil sehr bescheidene und sehr aufmerksame Menschen. Sie haben verstanden, wie Musik im Zusammenspiel funktioniert.

Wenn du diese Dinge im Kopf behältst, wird sich das Zusammenspiel Deiner Gruppe verbessern. Ich hoffe, der Artikel hat Dir Anregungen und Inspirationen für Deine Musik gegeben. Wenn Du Fragen zu diesem Thema hast, steht Dir das Team von MyMusicSchool.com immer zur Verfügung!

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