6 Wege, wie ein Profi mit dem Metronom zu üben

Wird dir relativ schnell langweilig, wenn du mit dem Metronom übst?

Das Metronom ist eines der am häufigsten genutzten Hilfsmittel, um ein Instrument zu üben. Die eigentlich einzige Funktion des Metronoms ist es, einen klick sound zu erzeugen, der dir ein gleichbleibendes Metrum vorgibt. Das Tempo kannst du dabei beliebig anpassen, angezeigt wird es dir in bpm (beats per minute, sprich Schläge pro Minute). Was für ein simples Instrument! Und doch bietet dir dieses simple Instrument zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Die meisten Anfänger können sich erst einmal nicht vorstellen, wie viel Spaß es machen kann, mit dem Metronom zu üben – auch wenn es im ersten Moment eine ganz schöne Herausforderung sein kann!

Hier haben wir einige Vorschläge für dich, wie du das Metronom in deine Übungsprozesse mit einbauen kannst:

– Präzises Spielen zum Metrum

Bedeutet: haargenau im Gleichschritt mit dem Metronom zu sein. Du wirst merken, dass ihr auf einer Welle spielt, wenn du den klick sound des Metronoms irgend wann gar nicht mehr wahrnimmst. Diese grundlegende Fähigkeit brauchst du, um den Grundschlag deines Musikstückes und all dessen Facetten zu fühlen. Setze dir nicht zum Ziel, am Ende wie ein Metronom zu klingen, es dient dir vorerst nur zum Üben und Verinnerlichen deines Gefühls für das Stück.

– Einzelne Schläge auslassen

Das einfachste Beispiel wäre, das Metronom nur auf betonte Grundschläge einzustellen, das wären zum Beispiel die Schläge 1 und 3 im 4/4-Takt. Lasse das Metronom im weiteren Schritt nur noch den ersten Grundschlag betonen. Das fordert dich dazu heraus, den beat deines Musikstückes in dir zu fühlen und dich von den Vorgaben des Metronoms ein wenig zu lösen. So entwickelst du nach und nach ein inneres Zeitgefühl für deine jeweiligen Musikstücke.

– Das Metronom auf unbetonte Zählzeiten einstellen

Wie im vorangegangenen Beispiel stellst du das Metronom wieder so ein, dass es einzelne Schläge auslässt, dieses Mal jedoch die betonten (also 1 und 3 im Beispiel 4/4-Takt). Das Metronom gibt dir nun ausschließlich die unbetonten Zählzeiten 2 und 4 vor. Mache dich auf diese Weise mit dem backbeat (dem Fokus auf die unbetonten Zählzeiten), vertraut.

– Auf den Auftakt zum nächsten Takt fokussieren

 Nachdem du dich nun erfolgreich durch das Mit- und Nachfühlen der betonten und unbetonten Zählzeiten gekämpft hast, warum nicht noch ein bisschen steigern und dich auf die kleine Achtelnote konzentrieren, die dir den Beginn des nächsten Taktes angibt? Wieder am Beispiel des 4/4-Takts wäre das die letzte Achtelnote nach der 4. Zählzeit, gesprochen die “4 und … . Versuche dich an den “… und’s” und beobachte, was es mit deiner Beat-Wahrnehmung macht!

– Das Metronom auf extrem langsam einstellen

Damit bist du schon eine ganze Stufe weiter in Sachen Beat-Gefühl! Stelle das Metronom so ein, dass es dir in jedem Takt nur den ersten Grundschlag vorgibt ohne all die Zählzeiten, die es dir sonst noch mit anzeigen würde ( 1 … … … … / 1 … … … … ).

– Das Metronom beliebige beats spielen lassen

Um dein Timing – Gefühl auf’s Spitzen-Level zu treiben, stelle das Metronom so ein, dass es zu beliebigen Zählzeiten klickt. Setze die erste Viertelnote (wieder am Beispiel 4/4-Takt) an den Anfang, damit du gut in das Tempo des Musikstückes hineinkommst. Anschließend kannst du beliebige Zählzeiten in Viertel- oder Achtelwerten auswählen. Versuche es erst einmal mit 5 klicks pro Takt (z.B. “1 und 2 … … 4 und” ). Später kannst du auch die “1” weglassen und dir beliebige andere Zählzeiten vorgeben lassen. Doch pass auf! Verliere die “1” nicht aus den Augen, das ist hier nämlich die große challenge!

Dies ist nur eine kurze Auflistung möglicher Übungsideen, um das Meiste aus deiner Übungszeit mit dem Metronom herauszuholen. Kontaktiere unsere Lehrer der MyMusicSchool.com, sie freuen sich darauf, dir weitere Kniffe und Tricks an die Hand zu geben!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.